Liska Records

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cheers and cherries.

on 17th of november 2013: MIMU and RITORNELL opening for THE CINEMATIC ORCHESTRA at BURGTHEATER WIEN! MIMU (vocal) with RITORNELL (electronics, drums and snynthies) and LUKAS LAUERMANN (cello)

Mimu – Elegies In Thoughtful Neon

LSK001 – RELEASE DATE 10.10.2013

„Elegies In Thoughtful Neon“ ist das Debutalbum der Medienkünstlerin und Vokalistin Mimu Merz. Auf dieser Platte werden Melodien und Liedfragmente auf eine knapp fünfzigminütige Reise durch verwobene organische Texturen und Fieldrecordings geschickt. Die Größe dieser Musik liegt im Kleinen, im Zarten und Persönlichen. Es schabt und klappert, es entsteht eine Figur, zum Beispiel aus wenigen abgedämpften Pianotönen und fertig ist die Leinwand für Mimus Gesang. Ein Rhythmus aus losem Klatschen und leise rumpelndem Schlagzeug will immer wieder auseinander fallen. Beständiges Knarzen unterlegt die flatternden Stimmen, die mehr und mehr verwischen und sich verflüchtigen, bis die Feldaufnahmen im Hintergrund schließlich zu Musik geworden sind. Und oft schält sich aus harmonischen Andeutungen und flüchtigen Klangfetzen am Ende doch noch ein Lied heraus. Zusammengehalten wird dieses musikalische Gefüge durch die Produktion des Elektronikers und Komponisten Peter Kutin, der seine Klanggestaltung und musikalischen Akzente immer wieder einfließen lässt.

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Alles auf Elegies geschieht beiläufig und unaufgeregt. Gleichzeitig hat jeder Ton, jedes Klopfen, Streichen und Scharren einen Sinn. Und jeder per Computer generierte oder sonst wie erzeugte Geräuscheffekt – und sei er noch so leise – detoniert wie eine Bombe. Uneitel und in sich selbst versunken singt Mimu ihre nüchternen Texte über die Liebe oder Mord, Totschlag und Verstümmelung. Derlei grausige Geschichten werden dann lautmalerisch mit einem „Schnipp-Schnapp“ Chor illustriert. Bei Mimu liegen kleine, unschuldige Klänge und kindliche Brutalität dicht beieinander. Direkt neben Harmonie und Beschaulichkeit gähnt der Abgrund. Dies ist Musik, die nicht frisiert und glatt und glänzend daher kommt. Musik, deren Schönheit in genau den vielen kleinen Unvollkommenheiten besteht, die andere retuschieren. Eine intime und lyrische Musik, die ohne Manierismen auskommt.
Unterm Strich entsteht hier eine Art feinsinniger Pop. Die Abschlussnummer, eine per Mobiltelefon aufgezeichnete Originalaufnahme der ersten Rezitation des Stückes “Deer and Fox”, welches bereits vor der Veröffentlichung von Projekten wie RITORNELL/ karaoke kalk und CLARA MOTO/ infiné interpretiert wurde, ist auch motivgebend für das ebenfalls von Mimu gestaltete Cover Artwork: Rehe auf einer Lichtung. Der eingefrorene Moment des Todes, als der Schuss des Jägers fällt und trifft.

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Anhand der Beteiligten an dieser Produktion lässt sich auch ein klangästhetisch spannendes Umfeld einer aufkeimenden jungen Experimentalszene Wiens erkennen: Hier vermischt sich Avantgarde mit Songwriting, Kitsch mit Noise. Neben Mimu selbst waren bei der langen Liste der Beteiligten aus jenem Umfeld vor allem Peter Kutin an der Elektronik federführend, aber auch der Multiinstrumentalist David Schweighart oder Martin Siewert an der Zigarrenkisten-Gitarre. Insofern war es logisch für diesen Release auch ein neues Label entstehen zu lassen : LISKA (russisch für Fuchs), betrieben von Mimu Merz und Alexandr Vatagin. Elegies in thoughful neon, soll der Startschuss zu einer Reihe weiterer spannender Releases sein.

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Promotion and Booking: info (ät) liska-records (dot) com
Distribution: Rough Trade

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